Wer sitzt denn da im Büro?

Büro für sozialen Humusaufbau

Hej, mein Name ist Lauritz.

Ich sitze sehr oft im „Büro für sozialen Humusaufbau“ rum und wenn ich dort so sitze, dann entwickle ich Sachen wie zum Beispiel die Humus-Festivals, die Pfade oder Dokumentarfilm-Konzepte.

Mein Lieblings-Forschungsfeld in den letzten 6 Jahren ist die Selbstorganisation. Das meint: Wie lassen sich hierarchiefreie Räume kreieren, in denen Menschen sich ermächtigt fühlen und Hand in Hand ermächtigen gemeinsam zu führen, sich mit Wonne, Flow und Schmackes zu organisieren und ihre Lebensqualität, sowie die ihrer Mitwelt aktiv zu fördern.

Ein zentrales Element für eine Gruppe an diesen Zustand heranzukommen, ist das gemeinsame “Feiern”. Ein ausgelassenes Beisammensein ist die absolute Basis für ein stimmiges Gruppengefühl. Dieses aufrecht zu erhalten und zu pflegen ist eine der wichtigsten Aufgaben. Erst dann lassen sich Herausforderungen mit Zuversicht auf einen harmonischen Prozess und qualitative Ergebnisse angehen.

Was meint denn “sozialer Humusaufbau” überhaupt?

Für mich heißt das vor allem “Gärtnern auf der Metaebene”.

“Humus” ist erstmal der obere Teil des Bodens, der aus fein zersetzten, organischen Substanzen besteht. Er ist nicht tot, denn in ihm leben Unmengen an Organismen, die an seinem Auf-, Um- und Abbau mitwirken. In nur einer Handvoll Humus existieren so viele Lebewesen wie Menschen auf der Erde: über sieben Milliarden. Außerdem ist Humus unerlässlich für die Versorgung der Pflanzen mit Nährstoffen.

Wie geht denn “Humusaufbau”?

Zunächst stellt sich die Frage, wie geht denn Humusabbau? Durch Erosion! Zum Beispiel fließendes Wasser oder Wind an der Erdoberfläche, was die leichte Erdschicht wegtransportiert. Fehlender Bewuchs oder ständiges Umgraben des Bodens macht es der Witterungen leicht. Humusaufbau kann also darin besteht den Boden bedeckt zu halten, schonend zu bearbeiten und bei starkem Gefälle das Oberflächenwasser auszubremsen. Wie gesagt, im Humus pulsiert das Leben, das die Grundlage für gesunden und fruchtbaren Boden bildet. Genug Humus kann es kaum geben. Humusaufbau ist also stets eine ausgezeichnete Sache!

Und was meint jetzt “sozialer Humusaufbau”?

Es ist eine Metapher. Wir sind der Boden. Wir sind das, aus dem das gute Leben entspringt. Sind wir brach, wüst, karg und öde, hat uns die sinnbildliche Erosion die Lebendigkeit, den Flow, den Schmackes genommen, wird es Zeit die wichtigste Schicht unseres Lebens wieder aufzubauen und dazu mit anderen zu vernetzen.

Meine Geschichte

Anstatt Abi zu machen, zog ich von meinem Geburtsort Fulda nach Hamburg, um dort beim Film zu arbeiten. Ich absolvierte solange Praktika als Set-Runner bis ich letztendlich zur Assistenz der Set-Aufnahmeleitung für ARD- und ZDF-Produktionen wie den “Tatort” oder “die Pfefferkörner” aufstieg und mit einer kleinen Crew selbst Kurzfilme drehte. Mit 21 reisten meine damalige Freundin und ich ein Jahr lang, mit Einsatz von nur sehr wenig Geld, teils trampend durch Schottland und Portugal. 2012 wurde ich Vater meines wundervollen Sohns Fjalle. Mit diesem Ereignis änderte sich mein Leben schlagartig, oder besser gesagt, ich änderte es schlagartig.

Von Ohnmachtsgefühlen, ob der zahllosen Missstände auf der Welt, überwältigt, suchte ich nach Strohhalmen, Hoffnungsschimmern und Lösungsstrategien. Diese Suche führte mich recht schnell, 2013, zum Permakultur-Design-Kurs auf dem Häuslemaierhof bei Freiburg. Dieser Kurs inspirierte und bekräftige mich dermaßen, dass ich sofort und unmittelbar das Studium an der PKAkademie begann und innerhalb dessen an 14 Vertiefungskurse, 2 PDKFs und zahlreiche Netzwerktreffen teilnahm. Mit einem Schmunzeln kann ich heute sagen, dass ich viele dieser Kurse wegen ihrer wohltunenden Atmosphäre und kräftigender Wirkung auf mich besuchte.

Völlig überwältigt von den neuen Perspektiven Zukunft zu denken und gestalten zu können, begann ich noch im selben Jahr eine Schreinerlehre, die Wildnispädagogik-Ausbildung an der Wildnisschule Wildniswissen und wurde Foodsharing-Botschafter meiner Stadt. 2016 beendete ich meine Schreinerlehre mit einer indoor-Komposttoilette als Gesellenstück. 2017 akkreditierte ich zum Dipl. Permakultur-Designer auf einem meiner Studienprojekte, dem Humus-Festival und beendete die 3-jährige Wildnispädagogik-Ausbildung. Irgendwann zwischendrin wurde ich alleinerziehend und lebe mit meinem Sohn Fjalle nun seit 2018 in Freiburg, wo ich mich als PK-Designer und Coach selbstständig gemacht habe. Mein Sohn geht seit 2019 auf die *Trommelwirbel* freie, demokratische Schule Kapriole und ist dort außerordentlich glücklich.

Als “Büro für sozialen Humusaufbau” veröffentliche ich meine nonprofit Permakulturprojekte wie die “Humus-Festivals“ oder die “Flake“ und meine monetären Ertragsprojekte beispielsweise die “Pfade zur Wildgestaltung”.

Darf ich vorstellen…

Meine beiden personal assistfriends:

Mathias Rojahn

Befruchtende Bereiche:

  • Fotografie
  • Lektorat
  • social media assistent
Mathias Rohjan

Wenn ich mein Leben so betrachte während ich mal einfach so da sitze wie ich es so gerne tue, erkenne ich einen goldenen Faden, der an der Perfektion von Harmonie und der Ergründung von individuellem und kollektivem Glück hängt. Der Wunsch so viele und tiefgehende Erfahrungen wie möglich in diesem Bereich zu machen hat mich durch so einige spirituelle, psychologische und weltliche Tätigkeiten getrieben.
Als Lifecoach habe ich mir zum Zeil gesetzt Menschen in das Bewusstsein ihrer inneren Freiheit zu führen. Dort arbeite ich mit Breathwork und körperorientierten Methoden um Unter- und Wachbewusstsein miteinander zu verbinden.
Als Yogalehrer-Ausbilder, Lehrer für Prana-Heilung, Trainer für Neo-Emotional-Release, Achtsamkeitstherapeut und meiner Leidenschaft als Atemtherapeut habe ich tausende von inneren Entwicklungserfahrungen mit mir selbst und Menschen, deren Wege ich begleitet habe, gemacht.
Ich bin fasziniert von Foto- und Videografie als Ausdrucksmittel das Wunderschöne und Unscheinbare in der Welt, wie ich sie sehe wenn ich Verbindung spüre, sichtbar zu machen. Das erstellen von Bildern erinnert mich an die tiefe Achtsamkeit, die jeder Moment in meinem Leben verdient. Das ganze habe ich auch mal tiefer ausgelebt als Compositing Artist (schöne Bilder für Filme machen, noch nen Bären aus der 3D einbauen und das dann echt aussehen lassen und, obwohl es das nicht ist) bei Digital Straik.
Auch das Musizieren erinnert mich daran wie Harmonien im Leben entstehen und es lehrt mich, dass auch Disharmonie an der richtigen Stelle sehr dazu beitragen kann, das Erleben von Klang noch schöner zu gestalten. Ich liebe die Improvisation im Leben, wie auf Klavier Gitarre und Handpan. Eigentlich mag ich aber alles, woraus ich Töne bekomme.
Nach langer Suche nach einem Umfeld in dem sich all diese Erfahrungen sowie das tiefere Erleben von Gemeinschaft vereinen können, bin ich auf die Pfade der Wildgestaltung gestoßen und habe Lauritz und einige andere sehr inspirierende Menschen kennengelernt, mit denen ich eine wundervolle Möglichkeit sehe gemeinsam mit allen Teilnehmern (es geht nämlich um uns alle) meine Suche nach persönlichem und kollektivem Glück, sowie der Ergründung von Harmonie in noch unbekannter Tiefe nachzugehen.
Darauf und auf das Büro für sozialen Humusaufbau hab ich so richtig Bock!

Jaro Emde

Befruchtende Bereiche:

  • was so anfällt (derzeit in Programmkino-Recherche für die Wie:Du:Kind Filmwerkstatt)
Jaro Emde

Ich habe nach 10 Jahren an der freien demokratischen Schule Kapriole Freiburg meinen Werkrealschulabschluss gemacht.Danach habe ich mich dazu entschlossen mein Abitur zu machen aber nicht auf dem herkömmlichen Weg sondern mit dem Verein Methodos, der Schüler*innen bei der Vorbereitung auf das „Schulfremden Abitur„ unterstützt wo ich noch immer aktives Mitglied bin.

Neben der Vorbereitung auf das Abitur gehe ich den „Lernpfad zur Wildgestaltung“.
In dieser ganzen Zeit ist mir bewusst geworden wie wichtig mir freies lernen und das auch in meinem eigene Tempo und ohne Druck von außen ist.

Zum Glück war ich früh in einem Umfeld das mir dies möglich gemacht hat und bin jetzt in einem das ich mir selbst geschaffen habe.

Ich bin dankbar dafür und freue mich auf alles was noch kommt, vor allem mit all den neuen Menschen die ich durch das Büro für sozialen Humusaufbau kennenlernen durfte.

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LAURITZ HEINSCH
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allen Themenbereichen:

Tel.: +49 (0) 1sieben9 42fünf 8acht5 sechs
(Mo-Do 09–15 Uhr)

Mail: info[:ät:]sozialhumus.de

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